In der Schweiz ist Gebäudeversicherung zwingend erforderlich. In 19 Kantonen regeln staatliche Monopole den Schutz, in 7 Kantonen können Sie zwischen privaten Versicherern wählen. Finden Sie die beste Lösung für Ihre Liegenschaft – kostenlos und ohne Verpflichtung.
Die Schweiz teilt sich in zwei Kategorien: 19 Kantone mit staatlichem Monopol und 7 Kantone mit privatem Versicherungsmarkt. Ermitteln Sie, welches System in Ihrer Region gilt.
Zürich (ZH), Bern (BE), Luzern (LU), Uri (UR), Schwyz (SZ), Obwalden (OW), Nidwalden (NW), Glarus (GL), Zug (ZG), Fribourg (FR), Solothurn (SO), Basel-Stadt (BS), Basel-Landschaft (BL), Schaffhausen (SH), Appenzell Ausserrhoden (AR), Appenzell Innerrhoden (AI), St. Gallen (SG), Aargau (AG), Thurgau (TG), Neuchâtel (NE), Waadt (VD), Genf (GE), Jura (JU). Nur staatliche Versicherer; keine Wahlmöglichkeit.
Valais (VS), Graubünden (GR), Tessin (TI) teilweise, sowie weitere progressive Kantone. Mehrere private Versicherer konkurrieren; Sie können den besten Anbieter wählen und sparen.
Die GVB ist die offizielle Gebäudeversicherung des Kantons Bern und deckt alle Gebäude ab, die sich in Bern befinden. Mit über 100 Jahren Erfahrung bietet die GVB umfassenden Schutz gegen Feuer, Elementarschäden und weitere Risiken. Die Prämien richten sich nach dem Versicherungswert und dem Tarif des Kantons Bern.
In Kantonen mit privatem Versicherungsmarkt bietet Mobilière flexible und wettbewerbsfähige Gebäudeversicherungslösungen. Mit massgeschneiderten Deckungsoptionen und modernem Service ist Mobilière einer der führenden privaten Anbieter. Prämien ab CHF 300/Jahr für Einfamilienhäuser (je nach Risikoprofil).
Diese Tabelle zeigt das Versicherungssystem in jedem Kanton: ob ein staatliches Monopol oder private Versicherer aktiv sind, sowie die obligatorische Deckung.
| Kanton | Abkürzung | Kantonale Versicherer | Private erlaubt? | Pflicht? | Tarifmodell |
|---|---|---|---|---|---|
| Zürich | ZH | GVZ (Gebäudeversicherung Zürich) | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Bern | BE | GVB (Gebäudeversicherung Bern) | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Luzern | LU | GVL (Gebäudeversicherung Luzern) | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Uri | UR | GVU (Gebäudeversicherung Uri) | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Schwyz | SZ | Kantonale Gebäudeversicherung | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Obwalden | OW | Kantonale Gebäudeversicherung | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Nidwalden | NW | Kantonale Gebäudeversicherung | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Glarus | GL | Kantonale Gebäudeversicherung | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Zug | ZG | Kantonale Gebäudeversicherung | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Fribourg | FR | ECA Fribourg | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Solothurn | SO | Gebäudeversicherung Solothurn | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Basel-Stadt | BS | GVB Basel-Stadt | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Basel-Landschaft | BL | GBBL (Gebäudeversicherung) | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Schaffhausen | SH | GVS Schaffhausen | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Appenzell Ausserrhoden | AR | Kantonale Gebäudeversicherung | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Appenzell Innerrhoden | AI | Kantonale Gebäudeversicherung | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| St. Gallen | SG | Kantonale Gebäudeversicherung | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Aargau | AG | AGV (Aargau Gebäudeversicherung) | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Thurgau | TG | Kantonale Gebäudeversicherung | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Tessin | TI | Kantonale + Private (teilweise) | Ja, teilweise | Ja | Promille-Tarif |
| Neuenburg | NE | ECA Neuenburg | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Waadt | VD | ECA Vaud | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Genf | GE | ECAG (Genève) | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Jura | JU | ECA Jura | Nein | Ja | Promille-Tarif |
| Valais | VS | Mehrere private | Ja | Ja | Marktpreis |
| Graubünden | GR | Mehrere private | Ja | Ja | Marktpreis |
Die wichtigsten kantonalen Gebäudeversicherungen und ihre spezialisierten Deckungsmodelle für Liegenschaftseigentümer.
Die Gebäudeversicherung Zürich ist eine der ältesten Institutionen und versichert über 250'000 Gebäude im Kanton Zürich. Mit einem wissenschaftlich fundierten Tarifmodell und kostenlosem Beratungsservice ist GVZ bekannt für Stabilität und Fairness. Prämien richten sich nach Gebäudeart, Baujahr, Baumaterial, Lage und Nutzung.
Die GVB Bern ist mit über 185 Jahren Erfahrung eine der renommiertesten Gebäudeversicherungen der Schweiz. Sie betreut über 160'000 Gebäude und bietet massgeschneiderte Lösungen für Privateigentümer, Vermieter und Stockwerkeigentümer. Modernes Risk Management und digitale Services gehören zum Standard.
Die Aargauer Gebäudeversicherung deckt über 180'000 Gebäude ab und ist bekannt für transparente Tarifgestaltung und kundenfreundliche Prozesse. Mit einem modernen Claim-Management-System und online zugänglichen Policen bietet AGV zeitgemässen Service für alle Liegenschaftstypen.
Die Établissement Cantonal d'Assurance Vaud ist Vorreiter bei digitalen Lösungen. Mit einer mobilen App zur Verwaltung der Police und zur Schadenmeldung bietet ECA zeitgemässe Konditionen für Wohngebäude, Gewerbeliegenschaften und landwirtschaftliche Bauten im Kanton Waadt.
In Graubünden ermöglicht die GVG (als eine Option neben anderen Versicherern) flexiblen Versicherungsschutz. Mit lokaler Präsenz und Kenntnis der alpinen Risiken bietet GVG zielgerichtete Deckungsoptionen für Gebirgsregionen und spezialisierte Schadensanierung.
Die Gebäudeversicherung Schaffhausen versichert über 50'000 Liegenschaften und ist für ihre schnelle Schadensabwicklung bekannt. Mit präventiven Angeboten und modernisiertem Kundenservice bietet GVS Schaffhausen faire und verlässliche Konditionen für alle Liegenschaftseigentümer der Region.
In den 7 Kantonen mit privatem Versicherungsmarkt (Valais, Graubünden, Tessin u. a.) haben Sie die Wahl zwischen mehreren Anbietern. Diese Seite stellt die besten Optionen vor.
Mobilière ist eine Schweizerische Allgefahrenversicherung mit starker Präsenz in den Westschweizer Kantonen. Bei Gebäudeversicherung bietet Mobilière flexible Tarife, kundennahe Schadenbewirtschaftung und digitale Lösungen für moderne Haushalte. Prämien ab CHF 300/Jahr (Einfamilienhaus je nach Risiko). Mobilière ist bekannt für guten Service und faire Schadensregulierung.
Helvetia ist eine etablierte Schweizer Versicherungsgruppe mit schlanken Prozessen und modernem Portfolio-Management. Die Gebäudeversicherung von Helvetia besticht durch hohe Leistung und faire Prämien. Mit über 160 Jahren Erfahrung setzt Helvetia auf Kundenzufriedenheit und digitale Transparenz. Prämien für Einfamilienhäuser typischerweise CHF 350–900/Jahr.
AXA ist ein internationaler Versicherungskonzern mit starker Schweizer Präsenz. AXA bietet innovative Gebäudeversicherungslösungen mit digitalen Tools und schneller Schadensabwicklung. Mit modernem Claims-Management und 24/7-Support ist AXA attraktiv für tech-savvy Hausbesitzer. Prämienbereich ähnlich wie Konkurrenten: CHF 330–950/Jahr für Standard-EFH.
Baloise ist eine regionale Schweizer Versicherungsgesellschaft mit hohem Kundenservice und solidem Rating. Baloise bietet wettbewerbsfähige Gebäudeversicherungstarife und persönliche Beratung. Mit Filialen in der Westschweiz ist Baloise eine gute Option für persönliche Betreuung. Prämien ab CHF 320/Jahr.
Zurich ist einer der größten Versicherer der Welt mit etablierter Schweizer Niederlassung. Zurich bietet hochprofessionelle Gebäudeversicherungslösungen mit exzellentem Claims Service. Mit umfassender Expertise in Risk Management und Modern Coverage ist Zurich beliebt bei anspruchsvollen Kunden. Prämien typischerweise CHF 350–1'000+/Jahr (Premium-Segment).
Schweizer Gebäudeversicherungen decken unterschiedliche Schadensszenarien ab. Hier finden Sie einen Überblick über die Leistungen und Ausschlüsse.
Deckung für direkte Brandschäden, Rauchschäden und durch Feuer verursachte Zerstörungen. Diese Versicherung ist in allen Schweizer Kantonen gesetzlich obligatorisch für Liegenschaftseigentümer und wird von der Gebäudeversicherung automatisch abgedeckt. Dazu gehören auch Schäden durch Explosion, Blitzschlag und Entzündung von Gasen.
Diese Versicherung deckt Schäden durch Hagel, Blitzschlag, Sturm, Überschwemmung, Hochwasser, Erdrutsch, Schneedruck und andere Naturgewalten ab. Auch obligatorisch in den meisten Kantonen. Beiträge zum Elementarschadenpool Schweiz sichern die Deckung für außergewöhnliche Ereignisse ab. Tarifen variieren je nach Hochwasserrisiko der Region.
Deckung für Schäden durch Rohrbruch, Leitungsschäden, Abfluss und Kanalisationsprobleme. Diese Versicherung ist in den meisten Kantonalgebäudeversicherungen und privaten Policen enthalten. Nicht versichert sind üblicherweise Schäden durch Rückstau von Abflüssen oder Regenwasser, sofern keine Zusatzdeckung abgeschlossen ist.
Erbebenschäden sind in Standard-Gebäudeversicherungen NICHT versichert. Eine Zusatzdeckung über den Schweizerischen Erdbeben-Pool ist möglich, deckt aber üblicherweise nur einen Teil des Risikos ab. Liegenschaftseigentümer in erdbebengefährdeten Regionen sollten eine separate Erdbeben-Zusatzversicherung abschließen (Prämie ca. CHF 100–400/Jahr zusätzlich).
Vandalismus und vorsätzliche Beschädigungen sind üblicherweise NICHT versichert. Einige Versicherer bieten optionale Vandalismusdeckungen mit erhöhtem Selbstbehalt an. Typischerweise kosten solche Zusatzdeckungen CHF 50–150/Jahr zusätzlich. Wichtig: Nur unverschuldete Vandalismus ist abgedeckt, nicht Schäden durch Bewohner.
Bruch von Fenstern, Glastüren und Dachlichtern ist normalerweise nicht in der Gebäudeversicherung enthalten. Eine separate Glasbruchversicherung (Zusatzdeckung) kostet typischerweise CHF 30–80/Jahr und deckt Kosten für Reparatur oder Austausch ab. In Gegenden mit hohem Sturmrisiko ist diese Zusatzversicherung empfohlen.
Schweizer Gebäudeversicherungsprämien basieren üblicherweise auf einem Promille-Tarifmodell. Hier erfahren Sie, wie Ihre Prämie ermittelt wird.
In den meisten kantonalen Monopolen werden Gebäudeversicherungsprämien nach folgendem Prinzip berechnet:
Beispiel: Ein Haus mit Versicherungswert CHF 500'000 und einem Tarif von 0,8‰ (0,8 pro Mille):
| Liegenschaftstyp | Versicherungswert (ca.) | Tarif | Jährliche Prämie |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | CHF 200'000 – 500'000 | 0,6 – 1,2‰ | CHF 200 – 800 |
| Mehrfamilienhaus (4–6 Whg.) | CHF 800'000 – 2'000'000 | 0,5 – 1,0‰ | CHF 500 – 2'000 |
| Stockwerkseigentum (pro Wohnung) | CHF 150'000 – 400'000 | 0,8 – 1,5‰ | CHF 100 – 400 |
| Gewerbegebäude | CHF 500'000 – 3'000'000+ | 0,7 – 1,5‰ | CHF 400 – 4'000+ |
Raubbau-Versicherung: Zeitwert statt Nebauwert (-10–15%) | Renovationen: Moderne Baustoffe können zu Tarifrabatt führen (-5–10%) | Mehrfachversicherung: Bundling mit Privathaftpflicht (-5–8%) | Sicherheitsausstattung: Alarm und Blitzschutz (-3–7%)
Im Fall eines Gebäudeschadens ist schnelles Handeln wichtig. Hier ist ein 5-Schritte-Prozess zum korrekten Umgang mit der Schadenmeldung.
Sichern Sie das Gebäude ab, dokumentieren Sie den Schaden fotografisch aus mehreren Winkeln, verhindern Sie weitere Schäden durch provisorische Massnahmen (z. B. Tarpaulin bei Dachschaden).
Melden Sie den Schaden innerhalb von 24–48 Stunden Ihrer Gebäudeversicherung. Nutzen Sie das Online-Portal, die App oder rufen Sie die Schadenmelde-Hotline an (24/7 bei den meisten Versicherern).
Ein Sachverständiger der Versicherung besucht das Objekt, dokumentiert den Schaden und erstellt ein Gutachten. Dieser Termin findet üblicherweise innerhalb von 3–10 Tagen nach Meldung statt.
Die Versicherung prüft das Gutachten und erteilt einen Leistungsbescheid. Zahlungen erfolgen üblicherweise innerhalb von 2–4 Wochen (bei klar versicherten Schäden oft schneller).
Sie vergeben Reparaturaufträge (freie Wahl des Handwerkers) und reichen Rechnungen ein. Die Versicherung zahlt nach Reparaturnachweis. Handwerk sollte versicherten Wert beachten.
GVZ Zürich: +41 44 206 8000 | GVB Bern: +41 31 330 3030 | AGV Aargau: +41 62 835 3535 | Mobilière (Wallis): +41 27 327 2020 | Helvetia: +41 43 340 1000
Neben der Standarddeckung bieten auch kantonale Monopole optionale Zusatzversicherungen an. Hier finden Sie die wichtigsten Ergänzungen.
Diese Zusatzdeckung erweitert die Elementarschadenversicherung um weitere Risiken wie Schneedruck auf besondere Konstruktionen, Rutschungen oder lokale Überflutungen, die nicht automatisch versichert sind. Relevant für Gebäude in Bergregionen oder Hochwasserzonen.
Erdbebenschäden sind Standardmässig ausgeschlossen. Durch den Erdbeben-Zusatz oder die Teilnahme am Schweizerischen Erdbeben-Pool erhalten Sie eine Grunddeckung für Erdbebenfolgeschäden. Die Deckung ist oft limitiert (z. B. auf 80% oder mit hohem Selbstbehalt).
Viele Versicherer bieten kombinierte Gebäude- und Hausratversicherungen mit Rabatteffekten an. Dies ist praktisch, wenn Sie auch Ihr Mobiliar (Möbel, Elektronik) versichern möchten. Typische Ersparnis durch Bundling: 5–10% auf beide Policen.
Die wichtigsten Fragen beantwortet:
Ja, Gebäudeversicherung ist in der Schweiz obligatorisch. Jeder Liegenschaftseigentümer muss sein Gebäude versichern. In 19 Kantonen mit Monopol erfolgt dies automatisch durch den staatlichen Versicherer. In 7 Kantonen mit privatem Markt müssen Sie einen Versicherer eigenverantwortlich wählen. Mieter benötigen typischerweise keine Gebäudeversicherung (diese zahlt der Vermieter); sie schließen dafür eine Hausratversicherung ab.
Die Kosten hängen stark vom Versicherungswert, dem Baujahr, der Lage und regionalen Tarifmodellen ab. Typischerweise kosten Einfamilienhäuser CHF 200–800 pro Jahr in Monopolkantonen und CHF 250–1'000 in privaten Kantonen (je nach Anbieter und Selbstbehalt). Ein durchschnittliches Haus mit Wert CHF 400'000 und Tarif 0,8‰ kostet ca. CHF 320/Jahr. Holen Sie mehrere Angebote ein für einen genauen Preis.
Die Monopole entstanden historisch aus der Idee, dass Gebäudeversicherung ein öffentliches Gut ist, das verlässlich und zu fairen Preisen allen Bürgern zur Verfügung stehen sollte. Durch öffentliche Monopole in 19 Kantonen wird verhindert, dass Versicherer Hochrisikogebiete meiden oder Prämien extrem erhöhen. Die 7 privaten Kantone haben sich hingegen für einen offenen Markt entschieden, was zu mehr Wettbewerb, aber auch zu höherer Preisvolatilität führt.
Standardmäßig NICHT versichert sind: Erdbebenschäden (ohne Zusatz), Vandalismus/vorsätzliche Beschädigungen, Glasbruch, Schäden durch kriegsähnliche Ereignisse, Kernenergie-Unfälle sowie Schäden, die durch mangelnde Instandhaltung entstanden sind. Auch Schäden, die der Versicherte hätte verhindern können, können abgelehnt werden. Überprüfen Sie Ihre Police für eine genaue Ausschlussliste.
Nein, Erdbebenschäden sind in der Standard-Gebäudeversicherung NICHT versichert. Um Erdbebenschäden abgedeckt zu haben, müssen Sie eine separate Zusatzversicherung (Erdbeben-Zusatz) abschließen oder dem Schweizerischen Erdbeben-Pool beitreten. Die Zusatzprämie beträgt üblicherweise CHF 100–400 pro Jahr, je nach Gebäude und Region. Da die Schweiz in seismisch aktiveren Regionen (Wallis, Tessin, Basel-Region) liegt, ist diese Zusatzversicherung dort empfohlen.
Die Elementarschadenversicherung deckt Schäden durch Naturgewalten ab: Hagel, Sturm, Blitzschlag, Überschwemmung, Hochwasser, Rutschungen, Schneedruck und ähnliches. Diese Versicherung ist in den meisten Schweizer Kantonen obligatorisch (Teil der Gebäudeversicherung). Prämien für Elementarschäden richten sich nach der geografischen Lage und dem Risikoprofil. In Hochwasserzonen können diese Prämien deutlich höher ausfallen.
In Monopolkantonen können Sie nicht kündigen, da nur ein einziger Versicherer tätig ist. In privaten Kantonen können Sie jederzeit mit einer Frist von 3 Monaten kündigen, üblicherweise zum Ende eines Versicherungsjahres. Eine Neuversicherung ist manchmal an eine Gesamtrenovation oder strukturelle Verbesserungen gebunden. Vor Kündigung sollte eine neue Police abgeschlossen sein, um Deckungslücken zu vermeiden.
Der Versicherungswert (oder Neubauwert) ist die Summe, die benötigt würde, um das Gebäude im Schadensfall vollständig wiederherzustellen. Dieser Wert wird mit aktuellen Baukosten berechnet und sollte regelmäßig an Preissteigerungen angepasst werden. Der Versicherungswert ist die Grundlage für die Prämienkalkulation. Unterversicherung ist häufig und führt zu Entschädigungskürzungen bei Schäden. Viele Versicherer bieten kostenlose Wertermittlungen an.
Der Eigentümer der Liegenschaft zahlt die Gebäudeversicherung. Mieter sind nicht verpflichtet und schließen stattdessen eine Hausratversicherung für ihr Mobiliar ab. Manchmal werden Versicherungskosten anteilig auf Mieter umgelegt, aber dies muss im Mietvertrag klar geregelt sein. Als Mieter sollten Sie Ihre Hausratversicherung selbst verwalten und nicht auf den Vermieter verlassen.
Schäden sollten innerhalb von 24–48 Stunden gemeldet werden. Nutzen Sie die Online-Plattform oder App Ihrer Versicherung, rufen Sie die Schadenmelde-Hotline an (24/7 verfügbar) oder schreiben Sie eine E-Mail mit Fotos. Halten Sie folgende Infos bereit: Versicherungsnummer, genaue Schadenart, Schadensort, Schadenstag und Fotos. Je schneller Sie melden, desto schneller erfolgt die Gutachtung und Schadensregulierung.
Unsere Experten beraten Sie kostenlos und helfen Ihnen, die perfekte Deckung für Ihre Liegenschaft zu finden.
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